Wer den Kauf von Immobilien, wie Eigentumswohnungen o. ä., bzw. ein Hauskauf plant, der sollte mindestens ein Eigenkapital in Höhe von 20 % aufweisen können. Dies hört man oft von der eigenen Hausbank. Im Ausland gilt diese Regel, die in fast allen deutschen Bankhäusern noch üblich ist, schon lange nicht mehr.
In anderen Ländern, wie Amerika, Großbritannien oder Holland ist eine Immobilienfinanzierung ohne eigene Mittel keine Besonderheit mehr. Und warum auch, fragen sich viele. Eigenkapital muss nicht zwangsläufig in den Kauf eines Hauses oder anderen Immobilien investiert werden.
Für den Hauskauf bzw. den Kauf von Immobilien gibt es verschiedene Arten von Finanzierungsarten. Der Begriff der Baufinanzierung fasst alle Finanzierungsarten zusammen, die zur Deckung des Kapitalbedarfs beim Bauvorhaben dienen. Ebenfalls dazu zählen die Vor- und Zwischenfinanzierung, das Vorausdarlehen und das Forward-Darlehen. Daher ist die Baufinanzierung also vielmehr als Gattungsbegriff für die Beschreibung von Finanzierungsvorhaben zu verstehen. Diese Vorhaben dienen dem Erwerb, Neubau oder Kauf einer Immobilie oder auch zur Anschlussfinanzierung.
Man unterteilt die Baufinanzierung in Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung. Zu einer Eigenfinanzierung zählen sämtliche eigenen Mittel (= Eigenkapital, Eigengeld). Diese Mittel werden als Geldmittel oder als Sachwerte eingebracht. Eine Fremdfinanzierung hingegen deckt in der Regel den größten Teil des Finanzierungsbedarfs ab. Die Bauherrn entscheiden sich aus zwei Gründen für eine Fremdfinanzierung, und zwar kurz- und mittelfristig für Bankkredite zur Vorfinanzierung von Eigen- und Fremdmitteln oder Bankkredite zur Zwischenfinanzierung. Zum Zweiten entscheiden sie sich für langfristige Realkredite, Bauspardarlehen, Arbeitgeberdarlehen, öffentliche Baudarlehen. Diese Finanzierungsmöglichkeiten sollten beim Hauskauf oder Kauf von sonstigen Immobilien bedacht werden.


